Naturskole

Die Stiftung Børge Hinsch Fonden stellt seit 2006 die Naturschule der Børge-Hinsch-Stiftung allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Die Naturschule wird von Naturleiter Claus L. Olesen geleitet. Claus verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Leitung der Naturschule der Stiftung.

Die Naturschule hat im Jahr 2025 ein völlig neues und bahnbrechendes Projekt entwickelt: Projekt: Mærk Naturen – Sonderklassen, 2.0 Biodiversität. Das Projekt ist am 1. Januar 2026 gestartet und läuft über 3 Jahre.

Die Naturschule bietet im Rahmen von „Projekt: Mærk Naturen – Sonderklassen 2.0 Biodiversität“ eine Vielzahl spannender Aktivitäten und Bildungsangebote an. Die einzelnen Bildungsangebote sind auf das Alter und das fachliche Niveau der Besucher- r Schulklassen zugeschnitten. Weitere Informationen finden Sie unter „Bildungsangebote“ oder sprechen Sie mit dem Naturleiter Claus L. Olesen.


Für andere Gruppen können Veranstaltungen mit unterschiedlichen Inhalten organisiert werden, wie beispielsweise Sammelausflüge, Lagerfeueressen, geführte Touren und vieles mehr. Wenn Sie eine Veranstaltung mit einer Pfadfindergruppe, einem Verein oder eine soziale Veranstaltung für eine Schulklasse planen, zögern Sie nicht, den Naturleiter Claus L. Olesen zu kontaktieren. Er verfügt über große Erfahrung in der Beratung und Betreuung solcher Veranstaltungen.

Ein Besuch in der Naturschule der Børge-Hinsch-Stiftung ist kostenlos. Interessierte können sich an den Naturleiter Claus L. Olesen wenden und einen Besuch vereinbaren:

Tel. +45 23 95 81 06
E-Mail: claus.l.olesen@gmail.com

Bildungsangebot:

Die Naturschule der Børge-Hinsch-Stiftung verfolgt die Vision, dass Kinder in Sonderklassen ein tieferes Verständnis für die dänische Natur entwickeln sollen, und hat daher das Projekt „Mærk Naturen – Sonderklassen 2.0 Biodiversität“ ins Leben gerufen. Die Naturschule bietet eine Reihe verschiedener Unterrichtsmodule an, um diese Vision zu unterstützen. Nachstehend können Sie sehen, für welche Klassenstufen die verschiedenen Unterrichtsmodule speziell gedacht sind. Den meisten Unterrichtsmodulen ist gemeinsam, dass sie im Hinblick auf die gemeinsamen Ziele der dänischen Grundschule beschrieben sind.

Eine Beschreibung der Inhalte der einzelnen Unterrichtsmodule finden Sie unter diesem Link.

Das Projekt „Mærk Naturen

Sonderklassen 2.0, Biodiversität“ baut auf einem erfolgreichen Projektverlauf von 2023 bis 2025 auf, in dessen Rahmen die Naturschule der Børge-Hinsch-Stiftung schutzbedürftige Kinder und Jugendliche an die Natur als Raum des Lernens und des Wohlbefindens herangeführt hat. Das Projekt wird nun erweitert, um noch mehr Kindern und Jugendlichen in Sonderklassen die Möglichkeit zu geben, Biodiversität und Natur als eine sichere, sinnliche und inklusive Lernumgebung zu erleben, die das Wohlbefinden, das Verständnis für Biodiversität und die Teilhabe an der Gemeinschaft stärkt.

Aktivitäten des Projekts

Die zentralen Aktivitäten werden sich in Version 2.0, Biodiversität, insbesondere auf Folgendes konzentrieren:
  • Verständnis für die Bedeutung einer reichen Biodiversität.
  • Praxisnahe Naturerlebnisse, bei denen die Schüler lokale Ökosysteme, Spuren und Arten in der Natur untersuchen.
  • Arbeiten mit Naturmaterialien, darunter die Herstellung von Figuren, Schmuck und Werkzeugen aus Holz, Horn und Geweih.
  • Zubereitung von Mahlzeiten auf der Grundlage von Rohstoffen, die die Schüler selbst in der Natur gesammelt haben.
  • Beobachtung und Verständnis der Artenvielfalt, u. a. durch Feldstudien, Artenbestimmung und naturkundliche Erzählungen.
  • Entwicklung differenzierter Lernverläufe in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Pädagogen in den Sonderklassen, angepasst an die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand jeder Schülergruppe.

Naturverständnis und pädagogischer Ansatz des Projekts

Das Projekt basiert auf einer Naturauffassung, in der Biodiversität als lebendige Gemeinschaft von Arten, Prozessen und Ressourcen verstanden wird, mit der die Menschen eng verbunden und von der sie abhängig sind. Die Natur wird nicht nur als Ort der Erholung betrachtet, sondern auch als Ökosystem mit eigenem Wert, das Verständnis, Respekt und aktiven Schutz erfordert.

Die Schüler erleben die Biodiversität und die Natur durch ihre Sinne, durch Handeln und durch fachliches Wissen, wodurch eine tiefere Beziehung zur Landschaft und ihren Arten entsteht. Durch konkrete Erfahrungen gewinnen sie Einblicke in:

  • die Bedeutung einer reichen Biodiversität
  • die Kreisläufe der Natur
  • die gegenseitige Abhängigkeit der Arten
  • die Bedeutung robuster Ökosysteme
  • die Rolle des Menschen als sowohl beeinflussender als auch schützender Faktor

Die Vermittlung wird sich in Version 2.0, „Biodiversität“, besonders stark auf die Bedeutung der Biodiversität konzentrieren und darauf, praxisnah, sinnlich und stark differenziert zu sein, um die Teilhabe aller Schüler zu gewährleisten – auch derjenigen mit besonderen Bedürfnissen. Wir setzen auf praktische Aktivitäten, bei denen die Schüler durch Handeln lernen, auf Geschichten über Biodiversität und Ökologie, die direkt mit dem verbunden sind, was die Schüler in der Natur erleben, auf visuelle und taktile Lernhilfen, die das Verständnis von Schülern mit besonderen Bedürfnissen unterstützen, sowie auf situationsbezogene Vermittlung, die sich an der Jahreszeit, dem Wetter und dem aktuellen Zustand der Natur orientiert.

Projektorganisation

Das Projekt wird im Zeitraum 2026–2028 durchgeführt und von Claus Olesen, dem hauptamtlichen Naturleiter der Naturschule, geleitet, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Naturvermittlung und der Entwicklung von Lernprogrammen für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen verfügt. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Planung, Qualitätssicherung und Koordination der Aktivitäten.

Darüber hinaus wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem festen Team erfahrener Vermittlungsassistenten der Naturschule durchgeführt, die alle über fundierte Kenntnisse in der Arbeit mit Sonderklassen und inklusivem Unterricht verfügen. Die Aktivitäten finden in den Einrichtungen der Naturschule auf und um das Schloss Gram in Südjütland statt, wo speziell ausgestattete Gebäude und Außenbereiche optimale Rahmenbedingungen für die Ziele des Projekts bieten.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche in Sonderklassen (6–16 Jahre), darunter Kinder und Jugendliche mit kognitiven, sozialen oder emotionalen Herausforderungen, die besonders profitieren von:

  • strukturierten und übersichtlichen Lernabläufen
  • sinnesbasierten und praxisorientierten Aktivitäten
  • einem sicheren Umfeld, in dem sie durch konkrete Handlungen Erfolgserlebnisse sammeln können

Die Natur bietet den Schülern die Möglichkeit, traditionelle Lernräume zu verlassen und auf eine Weise zu lernen, die an ihre Bedürfnisse angepasst ist und ihr Selbstvertrauen, ihr Wohlbefinden und ihre Teilhabe stärkt.

Erwartete Effekte

Naturwissenschaftliche Effekte

  • Vertieftes Verständnis für Biodiversität, Artenkenntnis und ökologische Zusammenhänge
  • Erweitertes Wissen über Nachhaltigkeit und Einblick in die Kreisläufe der Natur
  • Größeres Interesse an der Natur und stärkeres Engagement

Psychosoziale Auswirkungen

  • Verbessertes Wohlbefinden, mehr Geborgenheit und stärkere Teilhabe
  • Gesteigertes Selbstwertgefühl und Gefühl der Selbstwirksamkeit
  • Gestärkte soziale Kompetenzen durch Zusammenarbeit in der Natur

Langfristige Auswirkungen

  • Entwicklung dauerhafter Beziehungen zur Natur bei einer Zielgruppe, die oft nur eingeschränkten Zugang zu Natur- und Outdoor-Angeboten hat
  • Inspiration für Schulen und Kommunen, die Natur als pädagogisches Lernumfeld zu nutzen
  • Eine gestärkte Grundlage für zukünftiges Naturverständnis und nachhaltiges Verhalten bei kommenden Generationen

Nachhaltigkeit des Projekts

Die Nachhaltigkeit des Projekts wird sowohl ökologisch als auch pädagogisch und betrieblich verstanden.

Ökologische Nachhaltigkeit

  • Die Schüler lernen die Bedeutung einer reichen Artenvielfalt und den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Natur kennen
  • Die Aktivitäten basieren auf lokalen Materialien und den Möglichkeiten der jeweiligen Jahreszeit
  • Die Schüler werden in den Themen Artenschutz, Lebensräume und die Bedeutung der Biodiversität eingeführt

Pädagogische Nachhaltigkeit

Die entwickelten Unterrichtsmaterialien, Methoden und Aktivitätsmodelle werden Lehrkräften und Pädagogen frei zugänglich gemacht, damit die Lehrgänge fortgeführt und in der Praxis verankert werden können.

Operative Nachhaltigkeit

Die Naturschule integriert die Projektaktivitäten nach Ablauf der Projektlaufzeit in den regulären Betrieb, sodass Erfahrungen und Methoden auf natürliche Weise in ein langfristiges Angebot für Sonderklassen in der Region verankert werden.

Erfahrungsgrundlage und Wissensaustausch des Projekts

Das Projekt baut auf dreijährigen Erfahrungen auf, in denen mehr als 1.700 Schüler an Naturkursen mit äußerst positiven Auswirkungen teilgenommen haben. Version 2.0, Biodiversität, soll:

  • mehr Förderschulen und Kommunen dazu inspirieren, Biodiversität und Natur als feste Lernplattform zu integrieren
  • aufzeigen, wie praxisnahe Aktivitäten naturwissenschaftliche Themen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen zugänglich machen können
  • als methodenentwickelndes Projekt dienen, das landesweit von Lehrkräften und Pädagogen genutzt werden kann

Darüber hinaus kann das Projekt dazu anregen, entsprechende Angebote an anderen Naturschulen und Naturzentren zu entwickeln.

Da das Projekt auf langjähriger Erfahrung mit Naturkursen für Sonderklassen aufbaut, werden die Methoden in Form von Aktivitätsbeschreibungen, saisonal angepassten Kursabläufen, Übungen und pädagogischen Ansätzen systematisiert. Diese Materialien werden anderen Schulen, Naturschulen und Fachkräften kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit erhalten andere Akteure ein gut dokumentiertes, leicht zugängliches und erprobtes Konzept, auf dem sie aufbauen können.

Die konkreten Aktivitäten – z. B. das Sammeln von Rohstoffen, die Zubereitung von Mahlzeiten aus Naturprodukten, das Arbeiten mit Naturmaterialien und die Beobachtung der Artenvielfalt – erfordern nur eine begrenzte Ausrüstung und eignen sich daher gut für die Wiederholung in anderen Naturräumen. Die Aktivitäten lassen sich zudem an lokale Gegebenheiten, Jahreszeiten und Schülergruppen anpassen, was das Projekt skalierbar und für verschiedene Einrichtungstypen anwendbar macht.

Das Projekt zeigt, wie die Natur als wirkungsvoller Lernraum für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen dienen kann – eine Zielgruppe, die in traditionellen Angeboten zur Naturvermittlung oft nicht berücksichtigt wird.

Die Erfahrungen können andere dazu inspirieren, ihre Zielgruppe zu erweitern und inklusive Naturinitiativen zu entwickeln, die allen Kindern einen Platz in der Natur bieten.

Vermittlung und nationale Inspiration

Die Naturschule wird die Ergebnisse des Projekts aktiv verbreiten durch:

  • regionale und nationale Netzwerke für Naturpädagogik
  • Workshops und Fachvorträge für Lehrer und Pädagogen
  • digitale Materialien und Demonstrationsvideos
  • die Zusammenarbeit mit Kommunen und Förderschulen

Diese Verbreitungsstrategie stellt sicher, dass die Methoden und Ergebnisse des Projekts eine breite Öffentlichkeit erreichen und in neue Initiativen auf nationaler Ebene umgesetzt werden können.

Die Verankerung des Projekts im regulären Betrieb der Naturschule zeigt, wie naturbasierter Sonderunterricht langfristig und wirtschaftlich nachhaltig in die Praxis einer Einrichtung integriert werden kann. Dies kann als Vorbild für andere Naturschulen dienen, die dauerhafte Angebote für besonders schutzbedürftige Zielgruppen entwickeln möchten.

Kurzzusammenfassung

„Mærk Naturen – Sonderklassen 2.0, Biodiversität“ soll andere inspirieren, da das Projekt:

  • den Weg zu einer inklusiven Naturvermittlung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufzeigt
  • konkrete und bewährte Methoden und Aktivitäten anbietet
  • Wissen aktiv und offen für andere Akteure weitergibt
  • demonstriert, dass die Natur ein starker Lernraum für alle Kinder sein kann
  • ein Konzept entwickelt, das leicht umzusetzen, zu erproben und zu skalieren ist

Børge Hinsch Fondens Naturskole |Slotsvej 56 C | 6510 Gram